Die Quantenmessung ist der Prozess des Beobachtens eines Qubit-Zustands. Vor der Messung kann sich ein Qubit in der Superposition α|0⟩ + β|1⟩ befinden. Bei der Messung kollabiert die Superposition irreversibel mit der Wahrscheinlichkeit |α|² nach |0⟩ oder mit der Wahrscheinlichkeit |β|² nach |1⟩. Dieser Kollaps ist fundamental für die Quantenmechanik und keine technologische Einschränkung. Messungen sind nicht-unitär (irreversibel) und können nicht rückgängig gemacht werden. Messungen innerhalb des Schaltkreises (das Messen einiger Qubits, während andere weiterrechnen) werden auf einiger Hardware unterstützt und ermöglichen Quantenfehlerkorrektur und adaptive Schaltkreise. Der Eigenzustand (das Ergebnis) einer Messung ist stets ein klassisches Bit. Um eine Wahrscheinlichkeitsverteilung zu extrahieren, muss der Schaltkreis viele Male wiederholt werden (Shots). Das No-Cloning-Theorem verhindert das Kopieren eines Qubits, um dem Messkollaps zu entgehen.
Verwandte Begriffe
Qubit
FundamentalsDie grundlegende Einheit der Quanteninformation — das Quantenanalogon zum klassischen Bit.
Superposition
FundamentalsDie Fähigkeit eines Quantensystems, sich gleichzeitig in mehreren Zuständen zu befinden.
Schrotrauschen
MetricsStatistische Unsicherheit in Messergebnissen durch das endlich häufige Ausführen eines Quantenschaltkreises.
Dekohärenz
HardwareDer Verlust von Quanteneigenschaften, wenn ein Qubit mit seiner Umgebung wechselwirkt.