T1 und T2 sind die beiden zentralen Zeitskalen, die die Qubit-Qualität charakterisieren. T1 (longitudinale Relaxationszeit oder Energierelaxationszeit) misst, wie lange ein Qubit im angeregten Zustand |1⟩ braucht, um spontan nach |0⟩ zu zerfallen. T2 (transversale Relaxationszeit oder Dephasierungszeit) misst, wie lange ein Superpositionszustand seine Phasenkohärenz aufrechterhält. Es gilt stets T2 ≤ 2·T1. Ein Qubit mit T1 = 100 µs und T2 = 80 µs kann etwa 80 Mikrosekunden lang Kohärenz aufrechterhalten. Supraleitende Qubits (IBM, Google) haben T1/T2 von 50–500 µs. Qubits mit gefangenen Ionen (IonQ, Quantinuum) haben viel längere Kohärenzzeiten — Sekunden bis Minuten — aber langsamere Gattergeschwindigkeiten. Die Schaltkreisausführungszeit muss viel kürzer als T2 sein, um erhebliche Dekohärenzfehler zu vermeiden.
Verwandte Begriffe
Dekohärenz
HardwareDer Verlust von Quanteneigenschaften, wenn ein Qubit mit seiner Umgebung wechselwirkt.
Qubit
FundamentalsDie grundlegende Einheit der Quanteninformation — das Quantenanalogon zum klassischen Bit.
Fidelität
MetricsEin Maß (0 bis 1) dafür, wie nahe eine tatsächliche Quantenoperation oder ein Quantenzustand am idealen Ziel liegt.
QPU
HardwareQuantum Processing Unit — der physische Hardware-Chip, der Quantenschaltkreise ausführt.